DJI Mavic Pro – die Superdrohne für Jedermann

Einmal wie ein Vogel durch die Lüfte schwingen und die Welt von oben betrachten. Diesem Kindheitstraum kann heute dank moderner Technik jeder ein ganzes Stück näher kommen. Der DJI Mavic Pro ist eine der am einfachsten zu bedienenden Quadrokopter/Drohnen die es aktuell auf dem Markt gibt. Dank unzähliger Stabilisatoren, einer integrierten 4K Kamera mit Gimbal und unterschiedlicher Flugmodi je nach Skill Level kann wirklich jeder ohne viel Übung tolle Luftaufnahmen produzieren. (Mein 4K Video von der Insel der Jugend am Treptower Park in Berlin zeigt, was out of the box möglich ist.)

Dabei schafft der Mavic laut Hersteller eine Reichweite von bis zu 7 km und bis zu 27 Minuten Flugzeit.

Als RC Pilot für Flugzeuge und Helikopter stand ich der stark eingreifenden Software/Elektronik des Mavic Pro zuerst skeptisch gegenüber. Es fühlte sich anfangs so an als würde einem jemand beim Autofahren plötzlich das Schalten abnehmen, die Geschwindigkeit abriegeln und vorgeben wie sehr man das Fahrzeug in die Kurve legen darf. Doch schließlich sollte man sich selbst die entscheidende Frage stellen: Was ist der Zweck einer Drohne für mich? Was möchte ich damit hauptsächlich machen?

Meine persönliche Antwort hierauf lautet: Beeindruckende Luftaufnahmen in möglichst guter Qualität. Und eines muss man dem Mavic lassen: das macht er wirklich toll. Tja und dafür kommen einem die vielen elektronischen Helferlein dann doch zu Gute – man muss sich einfach deutlich weniger auf das Fliegen konzentrieren und kann sich dafür umso mehr den eigenen Aufnahmen und Motiven widmen.

Mittlerweile hat DJI sogar die Möglichkeit geschaffen mit einer zweiten Fernsteuerung(teuer!!) in einem Trainer/Schüler-Modus den Mavic zu steuern. Theoretisch ließe sich damit das Fliegen noch weiter vom Filmen trennen, indem der Pilot den Quadrokopter steuert und der Copilot die Kamerafunktionen bedient. Der Pilot kann dabei jederzeit die Eingaben des Copiloten “überschreiben” falls notwendig.

Der Aufpreis den man für die sogenannte Fly More Combo ausgeben muss macht sich bezahlt: Für ca. 300 EUR mehr erhält man zusätzlich zwei weitere Akkus, zwei komplette Sätze Ersatz-Rotoren, ein Vierfach-Ladegerät, ein KfZ-Ladegerät für den Zigarettenanzünder, einen Adapter mit dem man jeden Akku in eine Powerbank verwandeln kann, eine 16GB SD-Karte sowie die sehr praktische und stylische Tragetasche in der alles Platz findet.

Der einzige echte Nachteil den ich beim Mavic bisher entdecken konnte ist die App für Android. Hauptkritikpunkt ist die Stabilität der App: Wenn man mehrere hundert Meter entfernt oder in großer Höhe fliegt und plötzlich die App abschmiert, dann steigt auf jeden Fall für einen Moment der Herzschlag an. Zwar bleibt der Mavic im Zweifel einfach in der Luft stehen wenn man keine Eingaben macht, jedoch gibt einem das nicht nur ein ungutes Gefühl, sondern sorgt auch dafür, dass schöne Kamerafahrten abrupt unterbrochen werden. Der Google Play Store ist entsprechend voll von schlechten Bewertungen für die DJI GO App, aber auch auf Nachfrage will sich der Support dazu nicht weiter äußern. Das ist richtig schade für ein ansonsten so durchdachtes aber auch teures Produkt. Es gibt jedoch bereits eine Alternative eines Drittanbieters für das Problem: Dieser hat kurzerhand seine eigene App für den Mavic released und verkauft diese nun für stolze 25 EUR im Store.

Erster Gesamteindruck: Wer mit den Schwächen der App leben kann, findet mit dem DJI Mavic Pro ein legendäres Allround-Set das für alle Level, von Einsteiger bis Fortgeschrittener, wirklich tolle Aufnahmen zaubern kann. Die überragende Stabilität im Flug ist neben der extrem kompakten Bauweise die größte Stärke des Mavics. Er passt in jedes Handgepäck und braucht kaum Platz zum starten. Ein toller Begleiter für Reisen und Abenteuer.

 

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